Ein unterhaltsamer Abendvortrag mit vielen Bildern, Impressionen und Geschichten von Torsten Foelsch und Christian Foelsch-Fanselow
im Gästehaus Wolfshagen
am 19. November 2010 um 18.00 Uhr
EINLADUNG
Sehnsuchtsland Ostpreußen – masurischer Zauberwald – Land der Wälder und kristallnen Seen – Heimat von Emanuel Kant, Marion von Dönhoff, Heinrich von Lehndorff, Ernst Wiechert, Agnes Miegel, Alexander zu Dohna und Nikolaus Kopernikus u. v. a. – eine unbeschreibliche wundersame und faszinierende Melancholie liegt über diesem Land jenseits der Weichsel bis heute und Fahrten dorthin, ins alte Deutschordensland, sind nicht nur sentimentale Reisen in den alten deutschen Osten, sondern kulturtouristische Entdeckungsreisen in eine faszinierende Kulturlandschaft mit wechsel- und schicksalhafter, ja dramatischer Geschichte (Flucht und Vertreibung 1945). Von dem Land zwischen Hinterpommern und Litauen, das im 13. Jahrhundert vom Deutschen Orden besiedelt und kolonisiert, später weltliches Herzogtum mit der Hauptstadt Königsberg wurde und dem 1701 geschaffenen Königreich Preußen seinen Namen gab und das seit 1945 zu Polen gehört, erzählen in einem unterhaltsamen Reisebericht mit farbenfrohen Bildern Torsten Foelsch und Christian Foelsch-Fanselow.
Sie waren 2010 zweimal mit einer illustren Reisegesellschaft und einem Bus des Prignitzer Reisedienstes nach Masuren aufgebrochen, um jenseits ausgetretener Touristenpfade Land und Leute im heute von Polen besiedelten ehemaligen Ostpreußen zu entdecken. Weit im Osten, inmitten der unbeschreiblich schönen masurischen Wälder, logierte die Reisegesellschaft in einem alten, zum Hotel ausgebauten anmutigen Gutshaus in Heinrichshöfen und ging von dort aus unter kenntnisreicher Führung von Torsten Foelsch täglich auf Besuchsfahrten durch die schöne geschichtsträchtige Landschaft. Hin- und Rückfahrt führten die Teilnehmer durch Pommern, das Netzebruch (mit Schneidemühl und Bromberg), über die Weichsel bei Graudenz und quer durch Westpreußen (mit Deutsch Eylau).

Besichtigt wurden u. a. historische Altstädte, Ordensburgen, Schlösser, Herrenhäuser, Kirchen und verträumte masurische Dörfer inmitten einer vielfach noch ursprünglichen Kulturlandschaft. Besondere Höhepunkte waren der Besuch der grandiosen Marienburg, dem einstigen Hochmeistersitz des Deutschen Ordens, der Wallfahrtskirche in Heiligelinde, des großartigen Barockschlosses in Dönhoffstädt, der kleinen idyllischen Stadt Nikolaiken am Spirdingsee und der malerischen Altstadt von Danzig. Außerdem wurden die Bischofsburg in Allenstein mit dem Museum für das Ermland und Masuren, der Dom in Frauenburg (Wirkungsstätte von Nikolaus Kopernikus) sowie die großartige Residenz der ermländischen Bischöfe in Heilsberg, die Ordensburg in Rastenburg, der am Mauersee in Groß Steinort gelegene uralte Stammsitz der Grafen von Lehndorff sowie das Museum für die Tannenberg-Schlacht 1410 bei Grunwald besucht. In Polen wurde das 600jährige Jubiläum der gewaltigsten mittelalterlichen Feldschlacht, in der der Deutsche Orden den verbündeten polnischen und litauischen Truppen unterlag, im Verlaufe dieses Jahres mit einer ganzen Serie von Veranstaltungen gedacht. In Cadinen am Frischen Haff und vor der atemberaubenden Kulisse der mit uralten Buchenwäldern bestandenen Elbinger Höhen besuchte die Reisegruppe das einstige Mustergut Kaiser Wilhelms II. und die neu begründete kleine Majolikamanufaktur. Eine besondere Station auf der Reise war der Besuch im eindrucksvollen „Salon Gräfin Marion Dönhoff“ in dem idyllisch gelegenen masurischen Dörfchen Galkowen, in dem ein Einblick in das literarische Werk der Publizistin und Ostpreußin Marion Gräfin Dönhoff gegeben wurde und Mitschnitte ihrer Lesungen aus ihren eigenen Werken (u. a. „Kindheit in Ostpreußen“ und „Namen, die keiner mehr nennt“) erklangen.
Die Veranstaltung am 19. November 2010 ist offen für alle Interessenten. Anmeldungen zu Vortrag und Abendessen werden aber erbeten (unter Tel.: 038789-90054 oder über unser Kontaktformular).
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!